Hi Philipp,
was Tom dir sagen wollte, ist das es bei dir vermutlich an "Durchgangsvolumen" fehlt
Grundlage Elektrik:
stell dir vor dein Stromkreis wäre eine Wasserleitung, die Volt sind dein Wasserdruck, die Ampere die Wassermenge in Liter
in deinem Kreislauf hast du auch einen Verbraucher, ein Wasserrad statt Glühbirne
der Verbraucher braucht eine gewisse Menge an Energie (Watt) um sich in Bewegung zu setzen
du hast ausreichend Druck auf der Leitung, öffnest du jetzt den Hahn, fängt das Wasser an zu fließen, ist die Leitung ok, fließt genug Wasser nach und der Druck bleibt stabil und dein Wasserrad dreht sich
ist die Wasserleitung nicht ok, kommt nicht genug Wasser nach, der Druck fällt ab und dein Wasserrad dreht sich nicht
nicht ok wäre z.B. bei der Wasserleitung eine Querschnittsverengung durch geknickten Schlauch, hast du verkalkte Leitungen im Haus, kommt erst einmal ein kräftiger Strahl aus dem Wasserhahn, der dann nachläßt - Druckabfall, weil Leitungen dicht sind und nicht genug nachlaufen kann usw.
bei Strom ist es ähnlich - der Verbraucher ist die Birne, der für einen Spannungsabfall sorgt, ist deine Leitung ok, fließt genügend Strom nach und dein Verbraucher "dreht" sich, heißt Birne leuchtet
hast du eine Verengung in der Leitung fällt der "Druck" und deine Birne bleibt aus - eine Oxidation in einem Stecker wäre so eine "Verkalkung" in der Stromleitung - Kabelbruch ein Knick im Gartenschlauch...
du mißt jetzt Volt in einem inaktivem Stromkreis - heißt ohne Verbraucher, weil der Hahn noch zu ist und bekommst lediglich den Druck im Ruhezustand angezeigt, der sich über eine beliebige Zeit aufbauen konnte - entscheidend ist aber die Menge an Strom, die kommt, wenn der Hahn offen ist
solange kein Verbraucher aktiv ist steht das Wasser nur in deiner Leitung - wenn Tom dir sagt, du sollst eine Birne mit in deine Messung einbeziehen, sagt er nichts anderes, als "miß den Druck in der Leitung bei offenem Wasserhahn"...
was du bisher gemacht hast war lediglich zu schauen, ob auf der geschlossenen Leitung Druck ist und ob die Leitungen vorhanden sind - die entscheidende Durchflußmenge hast du aber bisher ignoriert
da dein Verbraucher (obwohl intakt) sich weigert sich zu drehen, dürfte demnach einfach das nötige Volumen fehlen
anders ausgedrückt:
V x A = W aus der Formel ist ersichtlich was dir fehlt, wenn du zu wenig Watt am Verbraucher hast, aber die Volt stimmen
anderes Beispiel vom KFZ:
Batterie hat 12V ist aber trotzdem kaputt und hat nicht mehr genug Kapazität - du betätigst den Anlasser (Hahn auf) der Druck fällt ab auf 9V, weil nicht genug nachfließen kann und dein Anlasser dreht sich nicht
gleiches passiert bei intakter Batterie, wenn die Leitungen oxidiert sind
Gruß
Michael