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Klappernde Hinterradbremsen J637
#1
Hallo,
bei meinem J637 mit rundum Scheibenbremsen sind die hinteren Bremsbeläge im ungebremsten Zustand lose und klappern sehr nervig und laut vor sich hin. Neue Beläge und Federn haben keine Abhilfe geschaffen. Kennt jemand das Problem und wie kann man dem begegnen?
Viele Grüße und danke im Voraus,
Oliver
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#2
Bremsscheiben laufen nicht plan? Unsaubere Montage? Beschreibung deutet auf zu grossen Planschlag "eiern" hin
Vorhandenen Planschlag mit messuhr prüfen. Darf keinen haben.
Oder nochmal demontieren, alle Anlageflächen von Korrosion befreien und wenn nötig Macken mit Feile ebnen, hauchdünn Keramikpaste aufbringen, Scheibe montieren. Planlauf prüfen. Wenn immer noch Schlag, Markenbremsscheiben neu montieren. 
Gute Ware ist mit grauen Schutzlack versehe, der herunter gebremst wird. 
-- 
Tom
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen. Hilfreich?

seit 07/2024 2003er Seat Toledo 1M 77 kW
seit 08/2023 2006er Citroën C2 J HFX 44 kW
seit 05/2023 2013er Mazda CX-5 2.2D AWD 127 kW
seit 11/2022 2015er Smart forfour passion 66 kW
05/2015 bis 07/2023 2004er Premacy 2.0 Sportive, 96 kW
seit 07/2010 2000er Knaus Cheers 1500 kg zGG 0 kW
04/2009 bis 05/2023 2006er Renault Grand Espace Dynamique 2.0 dCi JK04D6
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#3
Moin Oliver,
ich kenne das Problem, habe aber auch nur eine halbgare Lösung. Es hat nichts mit den Bremsscheiben zu tun, denn es klappert ja bei Straßenunebenheiten und nicht beim gleichmäßigen Abrollen (zumindest bei mir).

Das Spiel haben dabei nicht die Beläge, sondern die Bremssättel in ihren Führungen. Neue Bremssättel und auch neue Gleitsteine (so heißen die Metallwinkel, auf denen die Bremssättel gleiten) haben nichts gebracht. Vorübergehende Besserung brachte reichlich Kupferpaste an den Gleitsteinen, die ein Aufeinanderschlagen der Metallteile abdämpft. Eine echte Lösung sieht natürlich anders aus.

Schöne Grüße
Uli
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J637 (immer noch) for Alltag, J11 forever.
...und jetzt als Beiboot noch dazu: Megane 1 Cabrio 1.6 16V, Bj. 2000. Meine kleine Spanierin für die heißen Tage... Cool

Und überhaupt: Wenn ein Mann sagt, er macht das, dann macht er das. Man muss nicht jedes Jahr fragen...  Poaeh
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#4
Sind an den Bremssattelführungen möglicherweise die so genannten Korrosionsbleche aus Edelstahlblech fehlend?
-- 
Tom
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#5
Moin Tom,
jetzt bin ich gespannt: Was sind "Korrosionsbleche aus Edelstahl"?

Das einzige, was da aus Edelstahl sein könnte sind die Federbleche, die das Rappeln der Beläge selbst verhindern. Vermutlich aber eher verchromter Federstahl...

Neugierige Grüße
Uli

...dessen Verdacht sich eher auf Verschleiß an den Bremssattelträgern richtet.
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#6
Das sind gebogene Edelstahlbleche, die das gleiten der Bremssättel und Bremsbelägen auf den Führungen dauerhaft erleichtern sollen. Gibt es nicht für jede Bremsbauform, ist jedoch beispielsweise an japanischen Akebono Bremsen üblich. 
Vermutlich geht es um die Bendix bremse? Wobei das die Bauform (Faust Bremssattel) betrifft.
Wie auch immer: als Bauteil konnte ich solche bleche in dialaunisch nicht erkennen. Auch keine Hinweise zur Scheibenbremse hinten im Werkstatthandbuch überhaupt?
Wird vermutlich an den fehlenden Daten zum Töff liegen. 
Möglicherweise passt zur Hinterachsbremse mit Niveauregulierung der Teilesatz FRENKIT 900937? Sieht jedenfalls "wild" aus.
Fotos der doch eher seltenen Bauart wären gut.
-- 
Tom
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#7
Moin Tom,
diese 'seltene Bauart' haben alle J11 Phase 2 und J63 Vierzylinder mit ABS (gab es ab 88 gegen Aufpreis), generell alle J63 mit V6 (von Anfang an Serie) und ab 94 alle J63 pauschal, weil dann ABS Serie war. Ich schätze mal, dass das über 50% aller überlebenden J63 sind.

Es ist schön, wenn irgendwelche Japaner "Korrosionsbleche aus Edelstahl" verbauen (über den Widerspruch in sich könnte ich mich biegen vor Lachen), aber Oliver hat sein Problem am J63... und für den gab es nur genau zwei Scheibenbremsen: Eine beim Quadra (hätte er so ein seltenes Exemplar,  hätte er das sicher erwähnt) und eine für alle anderen. Insofern beschreibt "J637 mit Scheibenbremsen rundum" die fragliche Bremsanlage hinreichend präzise.

Ich halte es für hilfreich, sich erstmal mit der Materie zu befassen, bevor man ahnungslos wild rumspekuliert. Zumindest wäre die Frageform in solchen Fällen geboten: "Hat die Bremse normalerweise Rostbleche aus Edelstahl an den Bremssattelführungen? Kann es sein, dass die hier fehlen?" Dann weiß der geneigte Leser, dass Du nicht weißt, ob solche Bauteile überhaupt zu dieser Bremse gehören.

Mit dem Niveauausgleich hat das alles nichts zu tun, der verändert die Schreibenbremsanlage nicht. FRENKIT sind die Reparatursätze für die Bremsen - mal mit den oben genannten Federblechen, mal mit den zitierten Gleitsteinen, mal mit neuem Kolben samt Dichtung für die Überholung des gesamten Bremssattels usw.

Was ich sicher sagen kann: Bei mir wackelt und kippelt der gesamte Bremssattel in seiner (korrekt montierten) Führung um 1-2 mm. Und ohne Kupferpaste schlägt damit bei Straßenunebenheiten Metall auf Metall und es klappert von hinten. Bremse ich sanft, so dass die Beläge anliegen und der Sattel somit "fixiert" ist, dann klappert nichts.

Schöne Grüße
Uli
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#8
Hallo Freunde der französischen Avantgarde
Ich fahre J637 seit 22 Jahren und habe das Problem bzw Phänomen mit den klapperten Bremssättel natürlich auch schon gehabt. Die Ursache war jedes mal ein zu großes Spiel in der Führung des schwimmend gelagerten Bremssattels. Durch Abnützung, aber viel öfter durch Nachbearbeitung der Führungsflächen vergrößert sich das Spiel zwischen Bremssattelträger (7701200591) und Halterung am Bremssattel (770102544). Der eingesetzte Gleitstein kann den vergrößerten Spalt nicht ausgleichen und der Bremssattel klappert. Also muss der vergrößerte Abstand wieder ausgeglichen werden. Das kann auf zwei Wege geschehen: entweder man fertigt dickere Gleitsteine an oder man fertigt Ausgleichsbleche, die mit den Gleitsteinen eingeschoben werden. Das Anfertigen dickerer Gleitsteine ist sicher die elegantere und handwerklich aufwendigere Art den Spalt auszugleichen. Ich habe mich für die pragmatischere Lösung entschieden. Ich habe die Gleitsteine trocken eingesetzt und den Spalt mit der Fühlerlehre gemessen. Nach mehrmaligen Probieren der passenden Fühlerlehren an beiden Gleitsteinen habe ich zwei passende Blätter einer Fühlerlehre (am besten Nirosta, da die nicht rostet und "aufblüht") als Ausgleichsblätter zurechtgearbeitet. Zusätzlich habe ich eine Bohrung für den Splint gebohrt um das Teil am Platz zu halten. Dann die Teile leicht mit Bremsbaste bestrichen und eingesetzt und das Klappern war für immer beseitigt.
Ich verwende immer die überholten Bremssättel von BUDWEG, da mir ein Überholter Sattel aus Deutschland lieber ist, als ein neuer Sattel aus Asien. Dabei überholt Budweg auch die Gleitfläche am Bremssattelträger und trägt dabei einige Zehntel vom Material ab. Dadurch kommt es zu einen vergrößerten Spalt...
Die Ausgleichsblätter wurden bei der "Pickerl" Begutachtung noch nie beanstandet und es gab auch noch nie ein Problem im Alltag mit meiner Lösung des Phänomens "klappernde Bremssättel"

Grüße aus Wien
 Bluebox96
  Herbert
J637 Baujahr 5.96
450 000km
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#9
Hallo Herbert,
vielen Dank - das macht Sinn!

Auch meine Bremssättel hinten sind überholte... und picobello, außer dem Spiel eben.

Die Idee mit der Fühlerlehre ist klasse, muss ich das nächste Mal (wenn ich wieder an der Hinterachse dran bin) auch mal ausprobieren!

Schöne Grüße
Uli
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#10
Hallo Freunde der französischen Avantgarde
Hallo Uli
Meines Erachten, die einzig praktische Methode... Neue Gleitsteine, die dicker sind anzufertigen, müssen zuvor auch mit der Fühlerlehre ausgemessen werden und dann unter Berücksichtigung des vorerst verwendeten Gleitstein gefräst werden...da bearbeite ich lieber das passende Blatt einer Fühlerlehre...

Grüße aus Wien
 Bluebox96
  Herbert
J637 Baujahr 5.96
450 000km
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