Moin Karsten,
festgammeln tun die Dinger ständig, aber (zumindest bei mir) nie an den Gleitschienen.
Gammelkandidat No. 1: Handbremsbetätigung. Die Rotweintrinkenden haben die Sättel so verbaut, dass die Betätigungsmechanik oben sitzt. Jedwede Feuchtigkeit suppt an der Hebelachse abwärts und dringt mehr oder weniger zügug ins Innere der Betätigung, wo es ihr zweischen Alu-Gehäuse und Stahlachse gelingt, das Fett zuverdrängen und Kontaktkorrosion gemäß Spannungsreihe auszulösen. Die Achse wird schwergängig, die Handbremse löst nicht mehr.
Gammelkandidat Nr. 2: Der Kolben. Der muss beim Belagwechsel nämlich zurückgedreht werden. Ist heute normal, war es vor 30-40 Jahren aber noch nicht. Ich will nicht wissen, wieviel tausend Bremssättel durch zurückdrücken beschädigt wurden. Ist das Feinstgewinde erstmals beschädigt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Kolben festsitzt.
Beschleunigt wird das durch falsch eingestelllre Bremskraftregler, die nur bei Beladung überhaupt Druck auf die hintere Bremse geben... und sonst wochen- oder monatelang gar nicht...
Obwohl ich Problem Nr. 2 bei mir ausschließen kann... in aller Regel muss ich neue (überholte) Bremssättel hinten nach 2 Jahren erstmals wieder gängig machen und nach 4 Jahren ersetzen. Oft halten die Scheiben länger als die Sättel.
Bei all diesen Problemen mit den Sätteln hinten ist das Klappern noch dasjenige, mit dem ich am Besten leben kann...
Schöne Grüße
Uli
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J637 (immer noch) for Alltag, J11 forever.
...und jetzt als Beiboot noch dazu: Megane 1 Cabrio 1.6 16V, Bj. 2000. Meine kleine Spanierin für die heißen Tage...
Und überhaupt: Wenn ein Mann sagt, er macht das, dann macht er das. Man muss nicht jedes Jahr fragen...